VWheute, vom 13. März 2019

In Deutschland bleibt es weiter stürmisch: Nachdem "Dragi" und "Eberhard" vor wenigen Tagen nahezu die halbe Republik durcheinander gewirbelt haben, droht mit "Franz" nun ein neues Sturmtief. Derweil ziehen einzelne Versicherer bereits eine erste vorläufige Schadenbilanz.

So rechnet allein die Gothaer mit rund 5.400 Schäden durch "Eberhard". Bislang seien bereits 800 Schäden mit einem zu erwartenden Schadenaufwand in Höhe von 1,3 Mio. Euro aufgenommen worden. Auch die Allianz dürfte das Sturmtief des vergangenen Wochenendes möglicherweise teuer zu stehen kommen. Demnach rechnet das Finanzmagazin Der Aktionär mit einer Schadenbelastung in einer Größenordnung von 60 bis 100 Mio. Euro. Damit dürfte die Schadensbilanz durch Sturmtiefs für den Münchener Versicherer in diesem Jahr bereits ähnlich hoch ausfallen wie 2018.

Insgesamt geht die Versicherungsbranche derzeit von einer Schadenbelastung durch "Eberhard" zwischen 500 und 800 Mio. Euro aus. Während der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) von Schäden "deutlich unter 500 Mio." ausgeht, rechnet der Versicherungsmakler Aon indes mit einer Größenordnung von 700 bis 800 Euro. Die versicherungsmathematische Beratungsfirma Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) aus Köln schätzt den versicherten Sachschaden hierzulande auf 600 Mio. Euro. Bereits vor mehreren Tagen sorgte Sturmtief "Bennet" nach Berechnungen von MSK für einen Schaden in Höhe von rund 200 Mio. Euro.

Dennoch scheint an der Wetterfront auch in den kommenden Tagen keine Ruhe einzukehren. So rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) damit, dass "Franz" bereits am heutigen Mittwoch für Wirbel sorgt. Am Donnerstag soll dann "Gebhard" an der Nordsee und Bergland für ungemütliches Wetter sorgen.

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