Claus-Peter Meyer, Versicherungsjournal, vom 1. November 2017

Am vergangenen Sonntag war Sturm „Herwart“ über Deutschland hinweggezogen. Mit Orkanböen von mehr als 100 Stundenkilometern richtete er zahlreiche Verwüstungen an, unter anderem an Bahnstrecken, Autos und Gebäuden. Die Sachschäden dieses Unwetters wird die deutschen Versicherer 250 Millionen Euro kosten, schätzt Onnen Siems, Geschäftsführer des aktuariellen Beratungsunternehmens Meyerthole Siems Kohlruss Gesellschaft für aktuarielle Beratung mbH.

Damit wurden die Auswirkungen des Sturmtiefs „Xavier“ von Anfang Oktober (VersicherungsJournal 9.10.2017) noch übertroffen. Nach Angaben der aktuariellen Berater ist „Herwart“ der vierte Sturm in diesem Jahr, der Schäden in dreistelliger Millionenhöhe für die deutschen Versicherer verursacht. Insgesamt wird die Belastung der Versicherungswirtschaft in Deutschland durch Sturmereignisse in diesem Jahr schon auf über eine Milliarde Euro geschätzt.

Im letzten Jahr hatte der Aufwand für alle Naturkatastrophen zusammen die Branche nach Angaben des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.(GDV) zwei Milliarden Euro gekostet (VersicherungsJournal 9.1.2017). Schlimmer traf es in diesem Jahr die USA und einige Karibikstaaten. Die Folgen der Hurricans „Maria“, „Irma“ und „Harvey“ für die Assekuranz werden auf zusammen mehr als 200 Milliarden US Dollar geschätzt (VersicherungsJournal Medienspiegel 26.9.2017, 11.9.2017 und 30.8.2017).

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