Die Bundesregierung spricht sich bei Solvency II für einen Verzicht auf die vierte Quartalsmeldung aus. Hiermit folgt sie einem Vorschlag, den Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) schon Anfang des Jahres angeregt hat.

„Die vierte Quartalsmeldung ist vor allem für kleine und mittlere Versicherer eine vermeidbare Belastung“, sagt MSK-Geschäftsführer Dr. Andreas Meyerthole. „Daher haben wir bereits Anfang des Jahres im Sinne der Proportionalität, die ein erklärtes Grundprinzip von Solvency II darstellt, für den Wegfall dieser Meldung plädiert“. Diese Forderung wurde nun auch von der Staatssekretärin im Finanzministerium Christine Lambrecht gestellt.

Versicherer sind verpflichtet eine Quartalsmeldung an die Behörde zu übermitteln, die auf den Daten per 31.12. eines Geschäftsjahres basiert. Anschließend müssen sie, auf Grundlage des gleichen Stichtages, zusätzlich eine Jahresmeldung erstellen. Diese ist natürlich viel ausführlicher. „Die vierte Quartalsmeldung ist häufig eine Hochrechnung, die sich – trotz des gleichen Stichtages – von der Jahresmeldung deutlich unterscheiden kann“, erläutert Maxym Shyian, Leitender Berater bei MSK.

„Aufgrund des geringen Erkenntnisgewinns sollte die Europäischen Aufsichtsbehörde prüfen, auf eine Quartalsmeldung zum 31.12. zu verzichten. Insbesondere für kleine und mittlere Versicherer bedeutet sie zusätzliche Arbeitslast“, sagt Maxym Shyian.

Dass die Europäischen Aufsichtsbehörde die Interessen der Versicherer berücksichtigt, zeigt sich im aktuellen Solvency II Review 2020. Es bleibt abzuwarten, wann eine Überarbeitung hinsichtlich der Quartalsmeldungen im Zusammenhang mit der Berichterstattung und Offenlegung kommt.

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Meyerthole Siems Kohlruss

Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) wurde 1998 in Köln als erste deutsche aktuarielle Beratungsgesellschaft gegründet und begleitet Versicherungsunternehmen bei strategischen Entscheidungen und operativen Prozessen. Die Tätigkeitsschwerpunkte liegen in Datenpools, Tarifierung, Reservebewertung, Rückversicherung und Solvency II. Seit 2011 ist das Informationssicherheitsmanagementsystem von MSK nach ISO 27001 zertifiziert.

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