Monika Lier, VWheute, vom 7. Juni 2018

Die E+S Rückversicherung hat zusammen mit der Meyerthole Siems Kohlruss Gesellschaft für aktuarielle Beratung GmbH (MSK) eine Cyberversicherung für kleine und mittelständische Unternehmen bis 50 Mio. Euro Jahresumsatz entwickelt. "Nun gilt es noch, einen Baustein mit Leben zu erfüllen – und das ist der Datenpool Cyber", sagte Karsten Faber, Managing Director Germany, Austria, Switzerland and Italy bei der E+S.

Die Cyber-Police ist modular aufgebaut, beruht auf dem Manifestationsprinzip und soll Assistance leisten sowie Eigen- und Drittschäden ersetzen. Den Datenpool, den MSK mit Informationen wie etwa denen der Datenschutzbeauftragten der Bundesländer, der Landeskriminalämter, Experteninterviews, klassischen Erkenntnissen aus anderen Sparten und Studien gefüllt hat, wollen beide gemeinsam betreiben.

Angesichts der bisher dünnen Datenlagen und des hohen Änderungsrisikos in diesem Bereich, sei ein Datenpool versicherungstechnisch sehr wichtig, sagte Thomas Budzyn von MSK. "Rechtlich sind wir mit diesem Pool schon konform. Wir sind noch in der Akquirierungsphase und suchen noch Unternehmen, die sich daran beteiligen wollen. Wir starten 2019, wenn wir genügend Firmen zusammen haben", sagte er. Zunächst wird ein kostenloser Initialisierungsworkshop veranstaltet, bei dem unter anderem festgelegt wird, welche Merkmale für die Tarifierung erfasst werden sollen.

Auf ihrer Kundenveranstaltung stellte MSK zudem ihr Modellierungsmodell "Stormchaser" vor, das speziell auf den deutschen Markt kalibriert ist und den Anwendern mehr Transparenz bieten soll, weil es stochastisch arbeitet und auf meteorologische Modellierung verzichtet. Neben regionalen Wetterdaten stellt MSK für die unternehmensindividuellen Vulnerabilitätskurven auf das Gebäudealter ab. 

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